G20 rettet die Welt mit 1000 Milliarden

Die Staatschefs der G20 Länder sind unheimlich stolz auf sich, denn sie haben ein 1000 Milliarden Dollar Paket geschnürt. Unsere Kanzlerin ist begeistert. Ich frage mich, was gibt es da eigentlich für einen Grund zur Freude? Wie soll dieses Paket finanziert werden? Wer soll es finanzieren? Gut dass es Fiat Money gibt. Dank des Finanzsystems lässt sich Geld einfach per Knopfdruck herzaubern. Damit es nicht ganz nach Zauberei aussieht, wird halt fälschungssicheres Papiergeld gedruckt.

Wer zahlt denn nun dieses Geld? Die Antwort lautet, alle Menschen die Geld gespart haben. Die bezahlen die Konjunkturspritze damit, dass ihr erspartes dank Inflation weniger wert ist. Wir müssen also alle härter arbeiten da das Geld weniger wert ist.

Mittlerweile hat der europäische Leitzins ein neues historisches Tief erreicht. Banken können sich nun bei der EZB (Europäischen Zentralbank) Geld für nur 1,25% leihen. Mal schauen, ob sie diese günstigen Konditionen an die Konsumenten weiterreichen. Höchstwahrscheinlich nicht, oder nur mit zeitlicher Verzögerung.

Dierk Hirschel, DGB-Chefvolkswirt, kritisiert die Leitzinssenkung als zu vorsichtig. Erwünscht wäre eine Senkung auf 1%. “Es ist unverantwortlich, in der jetzigen Situation die Zinsen nicht radikal zu senken … Sie gefährdet damit Arbeitsplätze und riskiert weitere Unternehmenspleiten“, sagte Hirschel.

Eine heute herausgekommene Studie gibt Herrn Hirschel recht. Bis zu 11 Millionen Arbeitsplätze können von Deutschland aus ins Ausland verlagert werden. Outsourcing heisst das Zauberwort. Segen für die Unternehmen - Fluch für den deutschen Staat.

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